GECO 8x56 und GECO Gold 8,5x50 Ferngläser im Vergleich

GECO 8x56 und GECO Gold 8,5x50 Ferngläser im Vergleich


Schon in den 1930er Jahren wurden von Gustav Genschow & Co. Ferngläser unter der Marke GECO vertrieben.

Hier gibt es einen Vergleich der Modelle 8,5x50 der Gold-Baureihe und den großen Bruder 8x56 aus der Standardserie!

Unter der Marke GECO werden seit 2015 neben Munition für Jagd und Sport nun auch wieder Ferngläser, Zieloptiken und Red Dots angeboten.

Mit über 1.000 Euro Listenpreis für das 8,5x50 Gold bleibt GECO dabei aber immer noch erheblich unter den Preisen, die andere Premium-Hersteller wie etwa Leica, Swarovski oder ZEISS für ihre Ferngläser veranschlagen.

Das Gehäuse beider Ferngläser sind nahezu baugleich und bestehen aus Magnesium, was im Vergleich zu Aluminium deutlich weniger wiegt.

Für das Design und die technische Konzeption arbeitet die RUAG Ammotec im Optikbereich mit dem Unternehmen German Precision Optics (GPO) aus Oberbayern zusammen.

Wie im gehobenen Segment durchaus üblich, setzt auch das Design von GPO für die GECO-Ferngläser beider Baureihen beim Gehäuse auf Magnesium.
Die Augenmuschel des GECO Gold 8,5x50 bestehen aus Aluminium, wobei eine Gummibeschichtung Brillengläser oder die Augenpartie schützt.

Die Augenmuscheln bestehen nur bei der GECO Gold-Serie aus Aluminium, wobei eine Gummibeschichtung Brillengläser oder die Augenpartie schützt.

Die Augenmuscheln sind in zwei Stufen herausdrehbar, um die Distanz zwischen Okular und Auge oder Brille anzupassen. Kleine Unterschiede gibt es bei der Dioptrienverstellung: Die erfolgt beim 8x56 durch ein Stellrad unterhalb der rechten Augenmuschel.

Anders beim 8,5x50 Gold – dort muss zunächst der Mitteltrieb für die Justierung etwas herausgezogen werden. Theoretisch bietet das Gold-Gehäuse als besonderes Plus eine sogenannte "Micro Bridge", um die Handhabung zu erleichtern. Tatsächlich ist der Unterschied zwar vorhanden, aber nicht gewaltig: Das Brückengelenk des 8x56 misst in der Höhe 38 mm, das Gelenk des GECO Gold-Glases 34 mm.

Eine Übernachtung im Eisschrank zeigte, dass sowohl der Mitteltrieb als auch die Augenmuscheln auch noch bei Temperaturen um -16 Grad Celsius ohne großen Kraftaufwand mit Handschuhen bedient werden konnten.

Was die inneren Werte betrifft: Die Gold-Serie bietet einige Extra-Features, um die Abbildungsqualität zu optimieren – etwa eine wasserabstoßende Beschichtung.

Die Randschärfe und Farbtreue der beiden Testoptiken gaben keinen Anlass zur Kritik. Details blieben auch am Rand des Sichtfeldes klar erkennbar. Zwar beobachtet normalerweise niemand gezielt mit dem Bildrand eines Feldstechers das Geschehen, aber Unschärfen auch in der Peripherie des Blickfelds wirken doch irritierend und beeinträchtigen so den Gesamteindruck.

Bei Tageslicht erschien das Bild des Fernglases GECO Gold 8,5x50 im Vergleich zur Standard-Serie etwas kontrastreicher, kleine Details im Bild konnten besser auseinander gehalten werden.

Wer hier noch mehr Durchblick wünscht, der muss dann schon deutlich tiefer in die Tasche greifen und in ein vergleichbares Produkt eines der oben genannten Premiumhersteller investieren.

Bei Gehäuse und Qualität finden sich zwischen beiden Gläsern somit keine riesigen Unterschiede. Die Bildqualität des GECO Gold 8,5x50 erscheint freilich gegenüber dem GECO 8x56 schärfer und auch bei Nacht überlegen.

Für viele dürfte allerdings auch die Garantieleistung die Wahl beeinflussen: Fünf Jahre gewährt GECO für das Fernglas der Standard-Serie, zehn Jahre für das GECO Gold.

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